Bericht - Zug ZULU 101 Km Marsch Inf OS


Zum zweiten Mal haben die Teilnehmer des Zugs ZULU Kühnes vor. Wir melden uns zu sechst zum mystischen 101 km Marsch der Infanterie Offiziersschule an. Leider musste sich der kühnste Teilnehmer schon im Vorfeld abmelden, da er seine Hochzeit planen musste.

So warens nur noch fünf. Fünf Offiziere, unter Ihnen zwei, welche den Marsch noch nie vollendet haben, der eine weil er aus medizinischen Gründen abbrechen musste und der andere Panzergrenadier, sind fest entschlossen, die 101 Km unter die Füsse zu nehmen.

Einrücken in der Kaserne Liestal, wo die OS seit 2010 abwechslungsweise stationiert ist und ab 2016 definitiv ihren Sitz haben wird. Kurze Vorbereitungszeit und dann Verschiebung nach Suhr, wo wir auf die Aspiranten treffen, welche erst noch in der DHU steckten. Die Aspiranten äusserst motiviert aber auch sehr aufgeregt und mit vielen Fragen an uns erfahrene Marschierer. Natürlich steigt auch in uns etwas Nervosität auf. Nachdem verpflegt wurde, Aufbruch und Verschiebung im Lastwagen nach Habsburg. In Habsburg findet vor dem Marsch ein Apéro für und mit den Angehörigen der Aspiranten statt. Das ist eine willkommene Abwechslung und motiviert die Aspiranten zusätzlich, ihr Bestes zu geben. Für uns die Gelegenheit auf unser Vorhaben anzustossen.

Sobald sich die Aspiranten von Ihren Eltern und Freundinnen verabschiedet haben, werden wir vom Kommandanten eingeschworen und es geht zum Start. Im Abstand von zwei Minuten wird gestartet. Zug ZULU zuletzt um 1517 Uhr. Auf den ersten ca. sieben Kilometern wird fast gerannt, denn wir laufen eine Schlaufe, um ein letztes Mal die angereisten Angehörigen zu beeindrucken, bevor wir für mehr als 90 Kilometer vom Marsch verschluckt werden.

Von Habsburg, hoch zum Wasserschloss, dem Rhein entlang, wo uns bei km 25 der Chef Heer Kkdt Andrey besuchte, Mut zusprach und sich beeindruckt zeigte von der Kühnheit der Offiziere des Zug ZULU, zum Militärmuseum Full, wo es nach 40 km Abendessen gab und der erste offizielle Marschhalt war. Zug ZULU an dritter Stelle von vier. Weiter dem Rhein entlang, die ganze Nacht durch über Stock und Stein, durch Freud und Leid, denn ein erfolgreicher 101 km Marsch verspricht nicht mit Garantie einen weiteren. Leider war es dem Lt, der den Marsch noch nie vollenden konnte nicht möglich über km 60 zu Marschieren und noch vor km 70 musste ein anderer Oblt aufgeben. So trafen wir zu dritt an zweiter Stelle von vier in Möhlin für, reichhaltiges Morgenessen ein. Wie gewohnt gab es Eier, Speck, Rösti, Müsli und natürlich Brot mit Aufstrich. Nach dieser sehr willkommenen Ruhephase ging es zu dritt weiter Richtung Kaiseraugst und Augusta Raurica, von wo wir uns auf die letzten 10 Kilometer bis ins Ziel des 101 km Marsches der Inf OS nach Liestal aufgemacht haben. Auch wenn es nicht mehr das erste Mal war, die letzten Kilometer waren schmerzhaft, dafür das Einlaufen ins Ziel traumhaft.

Das Pflegen der Füsse die lebensrettende Dusche, die Freude auch am Eintreffen der Aspiranten nachdem man selber angekommen ist, alles unvergessliche Momente auch nach dem Marsch.

Und wie man so schön sagt: "Nach dem Marsch ist vor dem Marsch."

EXEMPLO DUCEMUS!

Oblt Adrian Estermann

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